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Duraspiron 50-comp./ -100-comp. Filmtabletten

Wie wirkt der Inhaltsstoff?
Das Arzneimittel ist eine Kombination aus den Wirkstoffen Furosemid und Spironolacton. Es fördert die Wasserausscheidung über die Niere.

Jede Minute durchströmt mehr als ein Liter Blut die feinen Filter der Nierenkörperchen - dabei wird ein großer Anteil der Flüssigkeit abfiltriert. Komplizierte Regelungs- und Austauschmechanismen sorgen anschließend dafür, dass nicht benötigte Substanzen ausgesondert werden. Wichtige Blutbestandteile und Mineralstoffe dagegen gelangen wieder in die Blutbahn zurück. Nur überflüssige Salze, giftige Abbauprodukte des Stoffwechsels und das überschüssige Wasser werden in der Harnblase gesammelt und ausgeschieden.

Furosemid ist ein Entwässerungsmittel aus der Gruppe der Schleifendiuretika. Es hemmt Transportmechanismen der Niere, die die Mineralstoffe zurück ins Blut befördern. Auf diese Weise fördert es die Ausscheidung von Natrium, Kalium, Chlorid, Magnesium und Kalzium. Jede dieser Substanzen bindet Flüssigkeit an sich, so dass auch vermehrt Wasser ausgeschieden wird - die Harnmenge steigt.

Spironolacton zählt zur Arzneistoffgruppe der kaliumsparenden Diuretika. Es fördert die Ausscheidung von Natrium und hält dafür Kalium im Körper zurück. Das Natrium bindet wiederum Flüssigkeit an sich, so dass auch mehr Wasser ausgeschieden wird.

Durch Abnahme des Wasseranteils im Blut verringert sich die Blutmenge, die vom Herz durch den Körper gepumpt wird. Wasser, das aus den Blutgefäßen in das Gewebe übergetreten ist, wird wieder in den Blutkreislauf zurück gezogen. Dadurch können Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) ausgeschwemmt werden.

Während Furosemid zur verstärkten Ausscheidung von Kalium führt, hält Spironolacton Kalium im Körper zurück - der Kaliumspiegel im Blut bleibt annähernd gleich. So lassen sich schwerwiegende Nebenwirkungen wie Muskelschwäche und Herzrhythmusstörungen als Folge eines Kaliummangels vermeiden.

Anwendungsgebiete
•Erkrankungen, bei denen ein Übermaß an dem Hormon Aldosteron produziert wird (Hyperaldosteronismus)
•Wassereinlagerung im Körper (Ödeme)
Packungsgrößen
•20 Filmtbl. (N1) 50 mg
•50 Filmtbl. (N2) 50 mg
•100 Filmtbl. (N3) 50 mg
•20 Filmtbl. (N1) 100 mg
•50 Filmtbl. (N2) 100 mg
•100 Filmtbl. (N3) 100 mg
Warnhinweise!
•Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende, unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?
•Besteht eine Überempfindlichkeit gegen Antibiotika aus der Gruppe der Sulfonamide, kann auch bei Anwendung des o. g. Präparats eine Überempfindlichkeit bestehen (Kreuzreaktion).
•Erhöhter Kaliumspiegel im Blut (Hyperkaliämie)
•Schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen
•Schwerer Flüssigkeitsmangel
•Vorsicht bei Personen mit Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
•Vorsicht bei Personen, die zu erhöhten Harnsäurewerten neigen (Gicht).
•Zu niedriger Kaliumspiegel im Blut (Hypokaliämie)
•Zu niedriger Natriumspiegel im Blut (Hyponatriämie)
Schwangerschaft und Stillzeit
•Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden.
Nebenwirkungen
Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

•Störungen im Mineralstoffhaushalt, z.B. Natrium, Kalium, Magnesium, Kalzium
•Magen-Darm-Beschwerden (Gelegentlich)
•Anschwellung der Brust bei Männern (Gelegentlich)
•Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautreaktionen, z.B. Rötung, Juckreiz, Ausschlag, Quaddelbildung (Gelegentlich)
•Flüssigkeitsverlust führt zu Mundtrockenheit, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Bei starken Flüssigkeitsmangel sind Verwirrtheit und Blutdruckabfall mit Kollapsneigung möglich. (Gelegentlich)
•Erhöhter Harnsäurespiegel (Gelegentlich)
Wechselwirkungen
Andere blutdrucksenkende Arzneimittel wie Betablocker, ACE-Hemmer, Kalzium-Antagonisten oder gefäßerweiternde Medikamente werden in ihrer blutdrucksenkenden Wirkung verstärkt.

Bei zusätzlicher Gabe von Kaliumsalzen oder kaliumsparenden Arzneimitteln sowie von ACE-Hemmern erhöht sich die Gefahr eines zu hohen Kaliumspiegels. Die gleichzeitige Einnahme von Kortison oder von Abführmittel führt möglicherweise zu Kaliumverlusten.

Entzündungshemmende Medikamente aus der Arzneistoffgruppe der nichtsteroidalen Antiphlogistika wie Diclofenac oder Ibuprofen vermindern die harntreibende und blutdrucksenkende Wirkung.

Diabetesmedikamente mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe werden in ihrer Wirksamkeit vermindert.

Die harnsäuresenkende Wirkung von Medikamenten zur Vorbeugung von Gichtanfällen wird vermindert.

Das Präparat kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken oder abschwächen oder selbst verstärkt oder abgeschwächt werden. Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie noch andere Medikamente einnehmen.

Medikamente mit demselben Wirkstoff
furo-aldopur/-forte Filmtabletten Furorese® comp 20 mg/50 mg/-comp 20 mg/100 mg Filmtabletten Osyrol® 50-Lasix®/-100-Lasix® Kapseln
Spiro comp.-ratiopharm®/Spiro comp. forte-ratiopharm® Lacktabletten Spiro-D-Tablinen® 50 mg/-100 mg Tabletten

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