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HYDROMEDIN i.v. Inj.-Fl. mit Trockensubstanz

Wie wirkt der Inhaltsstoff?
Etacrynsäure fördert die Wasserausscheidung über die Niere.

Jede Minute durchströmt mehr als ein Liter Blut die feinen Filter der Nierenkörperchen - dabei wird ein großer Anteil der Flüssigkeit abfiltriert. Komplizierte Regelungs- und Austauschmechanismen sorgen anschließend dafür, dass nicht benötigte Substanzen ausgesondert werden. Wichtige Blutbestandteile und Mineralstoffe dagegen gelangen wieder in die Blutbahn zurück. Nur überflüssige Salze, giftige Abbauprodukte des Stoffwechsels und das überschüssige Wasser werden in der Harnblase gesammelt und ausgeschieden.

Etacrynsäure ist ein Entwässerungsmittel (Diuretikum). Es hemmt Transportmechanismen der Niere, die die Mineralstoffe zurück ins Blut befördern. Auf diese Weise fördert es die Ausscheidung von Natrium, Kalium, Chlorid, Magnesium und Kalzium. Jede dieser Substanzen bindet Flüssigkeit an sich, so dass auch vermehrt Wasser ausgeschieden wird - die Harnmenge steigt.

Durch Abnahme des Wasseranteils im Blut verringert sich die Blutmenge, die vom Herz durch den Körper gepumpt wird. Wasser, das aus den Blutgefäßen in das Gewebe übergetreten ist, wird wieder in den Blutkreislauf zurück gezogen. Dadurch können Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) ausgeschwemmt werden. Stark wirksame Diuretika wie Etacrynsäure hemmen den Mineralstofftransport genau an der Stelle, an der das Leitungssystem der Nierenkörperchen zu einer Schleife gebogen ist - sie werden daher als Schleifendiuretika bezeichnet.

Vor allem zu Beginn der Therapie werden Sie wohl häufiger die Toilette aufsuchen müssen. Um nachts ungestört schlafen zu können, empfiehlt es sich, das Medikament am Morgen einzunehmen.

Anwendungsgebiete
•Wassereinlagerung im Körper (Ödeme)
Packungsgrößen
•1 Inj.-Fl. (N1)
Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?
•Kinder unter zwei Jahren
•Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
•Schwere Leberfunktionsstörungen
•Schwerer Flüssigkeitsmangel
•Stadium des Nierenversagens mit völlig fehlender Urinproduktion (Anurie)
•Zu niedriger Kaliumspiegel im Blut (Hypokaliämie)
•Zu niedriger Natriumspiegel im Blut (Hyponatriämie)
Schwangerschaft und Stillzeit
•Während der Schwangerschaft sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.
•Während der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden.
Nebenwirkungen
Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

•Flüssigkeitsverlust führt zu Mundtrockenheit, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Bei starken Flüssigkeitsmangel sind Verwirrtheit und Blutdruckabfall mit Kollapsneigung möglich. (Gelegentlich)
•Verminderung des Kaliumspiegels im Blut (Hypokaliämie) mit Symptomen wie Benommenheit, Muskelschwäche, Magen-Darm-Beschwerden, Verstopfung, Herzrhythmusstörungen (Gelegentlich)
•Erhöhter Harnsäurespiegel (Gelegentlich)
•Mineralstoffverluste (Natrium, Kalium, Magnesium, Kalzium) (Gelegentlich)
•Fieber (Gelegentlich)
Wechselwirkungen
Andere blutdrucksenkende Arzneimittel wie Betablocker, ACE-Hemmer, Kalzium-Antagonisten oder gefäßerweiternde Medikamente werden in ihrer blutdrucksenkenden Wirkung verstärkt.

Entzündungshemmende Medikamente aus der Arzneistoffgruppe der nichtsteroidalen Antiphlogistika wie Diclofenac oder Ibuprofen vermindern die harntreibende und blutdrucksenkende Wirkung.

Diabetesmedikamente mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe werden in ihrer Wirksamkeit vermindert.

Etacrynsäure, Abführmittel und Kortison verstärken sich in ihrer kaliumausscheidenden Wirkung. Die Wirkungen und Nebenwirkung von Herzglykosiden verstärken sich bei niedrigem Kaliumspiegel. Sie können lebensbedrohlich werden. Hier sollte Kalium durch Mineralstoffpräparate oder durch kaliumreiche Nahrungsmittel zugeführt werden.

Das Präparat kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken oder abschwächen oder selbst verstärkt oder abgeschwächt werden. Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie noch andere Medikamente einnehmen.

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