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Solgol mite 60 mg/-120 mg Tabletten Wirkstoff:Nadolol

Wie wirkt der Inhaltsstoff?
Nadolol wird zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen angewendet.

Herzleistung und Blutdruck werden laufend durch ein kompliziertes System aus verschiedenen Botenstoffen und Nervensignalen den Bedürfnissen des Körpers angepasst. Für eine Steigerung der Leistungsfähigkeit sorgt z.B. das Hormon Adrenalin. Am Herz dockt es an speziellen Bindungsstellen, den Beta-Rezeptoren, an und bewirkt dort eine Steigerung der Herzleistung und des Blutdrucks. An den Blutgefäßen bindet es sich an Alpha-Rezeptoren und verengt die Gefäße. Auch dadurch steigt der Blutdruck.Nadolol ist ein Beta-Rezeptoren-Blocker. Er besetzt die Beta-Rezeptoren und verhindert damit die Wirkung von Adrenalin am Herzen. Das Herz schlägt langsamer und weniger kraftvoll, der Blutdruck sinkt. Der Herzmuskel verbraucht weniger Energie und Sauerstoff - Atembeklemmungen und Schmerzen in der Herzgegend, die bei der Herzenge (Angina pectoris ) auftreten, werden gebessert. Auch die Geschwindigkeit von Nervensignalen im Herzmuskel nimmt ab. Dadurch lassen sich Herzrhythmusstörungen günstig beeinflussen.

Beta-Rezeptoren findet man in sehr großer Zahl am Herzen, aber auch an vielen anderen Stellen im Körper. Die Wirkungen und damit auch Nebenwirkungen sind nicht nur auf das Herz-Kreislaufsystem beschränkt.
Anwendungsgebiete
Angina pectoris (Herzenge)
Bluthochdruck (Hypertonie)
Packungsgrößen
50 Tbl. (N2) 120 mg
100 Tbl. (N3) 120 mg
30 Tbl. (N1) mite 60 mg
50 Tbl. (N2) mite 60 mg
100 Tbl. (N3) mite 60 mg
30 Tbl. (N1) 120 mg
Warnhinweise!
Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende, unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
Um Nebenwirkungen wie raschen Puls, Zittern oder Schweißausbrüche zu vermeiden, sollten Herz- und Blutdruckmedikamente anfangs niedrig dosiert werden. Die Steigerung der Dosis sollte langsam über mehrere Tage erfolgen. Ebenso behutsam muss beim Absetzen des Medikaments verfahren werden, um bedrohliche Herz-Kreislauf-Krisen zu verhindern.
Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?
Allergischer Schnupfen (z.B. Heuschnupfen)
Asthma bronchiale
Ausgeprägter niedriger Blutdruck (Hypotonie)
Besondere Form der Herzrhythmusstörungen (AV-Block)
Schwere Durchblutungsstörungen
Schwere Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
Verlangsamter Herzschlag, weniger als 50 Schläge pro Minute (Bradykardie)
Zuckerkrankheit mit stark schwankenden Blutzuckerwerten (instabiler Diabetes mellitus)
Schwangerschaft und Stillzeit
Während bestimmter Phasen der Schwangerschaft darf das Medikament nicht angewendet werden. Halten Sie daher vor der Anwendung des Medikaments Rücksprache mit Ihrem Arzt.
Während der Stillzeit sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.
Nebenwirkungen
Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.
Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.
Durchblutungsstörungen von Händen und Füßen, Taubheits- und Kältegefühl in den Gliedmaßen (Gelegentlich)
Muskelschwäche (Gelegentlich)
Störungen des Gehirns unterschiedlicher Ursache wie z.B. Empfindungsstörungen, Schwindel, Müdigkeit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Verwirrtheit, Halluzinationen (Gelegentlich)
Akute Verkrampfungen der Luftwege (Bronchospasmen), die zu Atembeschwerden und Asthma-Anfällen führen können (Selten)
Trockene Augen, z.B. mit Rötung, Brennen, Schmerzen, Fremdkörpergefühl (Sandkorn im Auge). Beschwerden beim Tragen von Kontaktlinsen (Selten)
Haarausfall (Selten)
Wechselwirkungen
Beta-Blocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen erhöhen und allergische Reaktionen verstärken.
Der Wiederanstieg des Blutzuckerspiegels nach Gabe von Insulin oder oralen Antidiabetika wird verzögert. Das ruft verstärkt Unterzuckerreaktionen hervor. Da Nadolol die Wirkung des Adrenalins unterdrückt, werden die Warnsymptome des Körpers gegen Unterzuckerung (Herzklopfen) nicht wahrgenommen!

Bestimmte Antidepressiva, Schlaf-und Beruhigungsmittel, Blutdruckpräparate und Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen können die Wirkung von Nadolol beeinflussen oder selbst beeinflusst werden. Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie weitere Medikamente einnehmen.

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